Wirtschaft

Die Wirtschaftswissenschaften lassen sich unterteilen in

  • quantitative Fächer
    • Finanzwirtschaft
    • Kostenrechnung
    • Mikroökonomie
    • Makroökonomie
  • qualitative Fächer
    • Marketing
    • Unternehmensführung
    • Personalführung
    • Wirtschaftspolitik

Speziell für die qualitativen Fächer (= sehr stark verbale Fächer) sind Lern- und Memoriertechniken sehr gut geeignet, um sich das Leben (und das Lernen, also das Leben) stark zu erleichtern. Wir können diese einüben anhand der

  • Bildermethode und anhand von
  • MindMaps

Die Bildermethode führen wir hier anhand von Funktionen des Wettbewerbs vor, die man sich merken können sollte (Aufgabe aus Mikroökonomie – auch hier sind durchaus verbale Komponenten vorhanden) bzw. Wirtschaftspolitik.

Steuerungsfunktion bedeutet die Abstimmung der einzelwirtschaftlichen Pläne von Anbietern und Nachfragern. Bei der Allokation geht es um Lenkung und Verteilung der Produktivkräfte auf die vom Verbraucher gewünschten Güterarten / Produktionsrichtungen. Die Innovationsfunktion von Preisen sagt aus, dass marktgerechte Preise für Produkterneuerungen sorgen. Ein nicht marktgerechter Preis tut dies gerade nämlich nicht. Wenn z.B. der Staat einen Höchstpreis vorschreibt, werden viele Anbieter nicht mehr für Innovationen bei ihren Produkten sorgen, weil ihnen die Gewinnmarge zu klein sein wird. Anpassung bedeutet eine Antwort auf die Frage, wer zu welchem Preis am Markt noch mithalten kann. Es geht also um eine Auslese unter den Anbietern. Unter der Verteilungsfunktion verstehen wir die Verteilung der Primäreinkommen, also von Löhnen, Mieten, Pachten, Zinsen und von Gewinnen. Die Kontrollfunktion beschreibt, dass Anbieter und Nachfrager ihre Entscheidungen an Signalen ausrichten.

Versuchen wir nun, diese Funktionen zu memorieren – nämlich mit Bildertechniken.

Eine leichte Zwitterstellung zwischen quantitativen und verbalen Fächern nehmen hier Bilanzen (= Externes Rechnungswesen = Jahresabschluss) und Steuern (Abgabenordnung, Einkommensteuer, Lohnsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer etc.) ein. Man muss in diesen Fächern viel rechnen (quantitativer Teil, wo man nicht sehr gut auswendig lernen kann, sondern vielmehr Zusammenhänge üben muss), aber auch viel wissen (qualitativer Teil). Letzteren kann man durch MindMaps sehr gut einüben.

LAMBERT-METHODE:

Der Verfasser arbeitet in seinen Kursen zu Steuern und Bilanzen sehr stark mit MindMaps, damit die Dinge, die man behalten muss, “merk-würdig” werden, viel besser ins Gehirn gehen und dort länger bleiben.

MindMaps zeigen wir anhand einer Aufgabe aus dem Fach Umsatzsteuern. Man soll hier lernen, dass eine sog. Leistung dann “steuerbar” ist, wenn (§ 1 I Nr. 1 UStG)

  • ein Unternehmer
  • im Rahmen seines Unternehmens
  • im Inland
  • gegen Entgelt

etwas ausführt.

Lies dir folgende fachlichen Informationen über die Steuerbarkeit im Rahmen der Umsatzsteuer durch und versuche, hieraus eine Mindmap zu generieren. Im folgenden Video werden wir dir zeigen, wie diese aussehen könnte.

Ein Umsatz ist steuerbar, wenn er grundsätzlich zur Umsatzsteuer herangezogen werden könnte. Steuerbarkeit verlangt bei Leistungen, also Lieferungen bzw. sonstigen Leistungen, dass

  • ein Unternehmer
  • im Rahmen seines Unternehmens
  • im Inland
  • gegen Entgelt etwas ausführt.

Ein Unternehmer muss etwas leisten. Hierbei werden drei Voraussetzungen an die Unternehmerschaft gestellt, nämlich dass er selbständig ist, dass er nachhaltig tätig wird und dass er eine sog. Einnahmeerzielungsabsicht hat. Weiterhin muss der Unternehmer im Rahmen seines Unternehmens tätig werden und nicht etwa privat etwas verkaufen. Wichtig ist außerdem, dass die Leistung, also die Lieferung oder aber die sonstige Leistung, im Inland ausgeführt wird. Wenn also, vereinfacht ausgedrückt, etwas in Amsterdam verkauft wird, so wird hierdurch keine deutsche Umsatzsteuer ausgelöst.

Gegen Entgelt etwas ausführen, also Entgeltlichkeit, bedeutet, dass ein Leistungsaustausch stattfindet. Der eine leistet bzw liefert, der andere bezahlt (Geld oder Naturalien). Das Gegenteil eines Leistungsaustausch wäre ein sog. Innenumsatz, der hingegen nicht steuerbar ist.

Nun unterscheidet man bei den Leistungen Lieferungen bzw sonstige Leistungen. Bei beiden unterscheiden wir den Normalfall als auch ihnen gleichgestellte Leistungen. Ein Normalfall bei Lieferungen ist beispielsweise, aber nicht nur, wenn der Unternehmer X dem Privatmann Y in Bonn eine Flasche Wein verkauft. Eine der Lieferung gleichgestellte Leistung ist hingegen, wenn der Unternehmer X eine Flasche Wein aus seinem Weinladen für seine eigene Privatfeier entnimmt.

Erstelle nun eine MindMap zum Thema Steuerbarkeit in der Umsatzsteuer.

Anhand dieser MindMap solltest du die in einem der nachfolgenden Quize genannten Fragen beantworten können.

Hier ein Vorschlag für eine MindMap zur Umsatzsteuer.

 

SEE ALL Add a note
YOU
Add your Comment
 
X